Wir stellen Ihnen hier eine Liste der Diabetes-Einrichtungen für Typ 1 und 2 sortiert nach Postleitzahlen zur Verfügung

PLZ 00000 – 09999   PLZ 10000 – 19999   PLZ 20000 – 29999   PLZ 30000 – 39999,

 PLZ 40000 – 49999  PLZ 50000 – 59999   PLZ 60000 – 69999   PLZ 70000 – 79999

 PLZ 80000 – 89999  PLZ 90000 – 99999

Der Diabetes oder die sog. Zuckerkrankheit wird heute als eine der häufigsten Volkskrankheiten bezeichnet, in letzter Zeit ist auch eine vermehrte Zunahme bei Kindern zu beobachten. Der Begriff umfasst eine Gruppe von Stoffwechselerkrankungen, deren Hauptsymptom ein erhöhter Blutzuckerspiegel ist (Hyperglykämie). Dafür kann ein Insulinmangel, aber auch eine besondere Insulinresistenz (Empfindlichkeit) der Grund sein. In manchen Fällen trifft beides zu.

Seit Ende des 20. Jahrhunderts fasst man die Krankheit Diabetes mellitus in vier Gruppen, von NIR (Behandlung nur über Diät und/oder Medikamente),ICR (Externes Insulin wird benötigt), IRS (Insulin-Zufuhr stellt das Überleben sicher), und IGT (Glukosetoleranz ist gestört). Die verschiedenen Typen werden nach den Ursachen erfasst, die zwischen Typ-1 und Typ-2 die Ursachenfelder und Ausmaße benennen. Darüber hinaus werden eine große Anzahl von Sonderformen definiert. Der Grad der Erkrankung wird über verschiedene Tests gemessen.

In Deutschland soll es ca. acht Millionen Erkrankte geben, Tendenz steigend. Die Krankenkassen klagen, dass sie bereits 20 Prozent ihrer Ausgaben für diesen Krankheitskreis und dessen Folgeerkrankungen aufwenden müssen. Dabei könnten viele Folgen durch Früherkennung vermieden werden.

Bekannt sind Symptome wie starker Durst, Heißhunger, Juckreiz, Abgeschlagenheit, Sehstörungen, häufige Infektionen, vermehrter Harndrang. Typ1-Diabetes, der schon in der Jugend einsetzt, führt zu ausgeprägter Symptomatik und zu belastenden Beschwerden. Typ-2-Diabetes wird zwar Altersdiabetes genannt, betrifft aber auch jüngere Personen und selbst Kinder. Die Betroffenen leiden weniger stark unter Beschwerden und können durch eine Änderung ihres Lebensstils selbst viel dazu beitragen, dass sich die Krankheit weit weniger bemerkbar macht als befürchtet. Mit gezielter Bewegung, einer Ernährungsumstellung hin zu einer ausgewogenen und modifizierten Nahrungsaufnahme, einer Normalisierung des Gewichts, falls nötig, und einer insgesamt gesundheitsorientierten Lebensform ist viel getan.

Eine rigide Diät, wie es früher praktiziert wurde, oder spezielle Diabetiker-Lebensmittel werden von der modernen Medizin heute abgelehnt, grundlegende Umstellungen in der Ernährung werden aus ausreichend bezeichnet, die auf vitamin-, spurenelemente- und mineralstoffreiche Nahrungsmitteln abzielen, auf hochwertige komplexe Kohlehydrate und pflanzliches Eiweiß. Fett mäßig und leere Kalorien ganz vermeiden (Fertignahrung, Fast Food). Zucker bescheiden einsetzen (beachten, dass in so gut wie allen Lebensmitteln Zucker oder Zuckerarten enthalten sind, Süßigkeiten sind hier beinahe das geringere Übel).  Einfach ungesättigte Fettsäuren (also hochwertige Öle, Erdnuss, Walnuss, Olive, Raps) und ballaststoffreiche Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index bevorzugen (Ganzkornprodukte, Hartweizen, Hülsenfrüchte, Gemüse, Früchte, Milchprodukte). Als Risikofaktoren werden heute körperliche Veränderungen, die unter das sogenannte Metabolische Syndrom fallen, genannt: Starkes Übergewicht, hohes Cholesterin, Bluthochdruck, gestörter Zuckerstoffwechsel.

Alkoholische Getränke hat man früher bei einer Diabetes-Erkrankung völlig ausgeschlossen, heute ist ein maßvoller Konsum erlaubt, wobei man die hohe Kalorienmenge berücksichtigen sollte. Außerdem blockiert Alkohol die Arbeit der Leber, die Gefahr einer Hypoglykämie bleibt daher noch 12 bis 24 Stunden nach dem Alkoholgenuss bestehen.

Auch wenn die moderne Medizin das Leben von an Diabetes Erkrankten gut einstellen kann, – die Krankheit wird sie ein Leben lang beschäftigen. Alle Lebensbereiche, nicht nur die Ernährung, auch Sport, Beruf, Freizeit, Belastungen, ja die gesamten Lebensziele müssen überdacht werden, sobald die Diagnose gestellt wurde. Wenn die Betroffenen bereit sind, sich auf die Erkrankung einzustellen und von ihrer Seite aus alles zu tun, um ihre Lebensqualität optimal zu gestalten, dann kann man Folgeerkrankungen weit zurückdrängen und ein beinahe normales Leben führen. Aber was ist schon “normal”?